Eine Sommer-Ausstellung mit jungen
Künstlerinnen und Künstlern
im Walliser bergdorf ernen

Kunst gehört nicht nur in die Städte, sondern auch aufs Land. Nicht zur touristischen Standortförderung oder als gezielte Massnahme zur Rettung und Regeneration sozialer Strukturen, sondern als Kunst für sich, die das ästhetische Bewusstsein schärft, gesellschaftliche Fragen verhandelt und die Betrachter/innen bewegt. Mit diesem Credo initiierte Josiane Imhasly 2015 die Sommer-Ausstellung ZUR FROHEN AUSSICHT in Ernen. Das Walliser Bergdorf ist ein besonderer Ort, der kaum jemanden gleichgültig lässt. Alle zwei Jahre werden junge Künstler/innen eingeladen, das Dorf und die umgebende Landschaft über ihre Kunst zu erfassen und zu reflektieren. Die Arbeiten entstehen ausgehend von einem gemeinsamen Aufenthalt im Dorf und werden an von den Künstler/innen selbst gewählten Orten im Freien oder in während dieser Zeit öffentlich zugänglichen Räumen eingerichtet.

Die Herkunft der jungen Künstler/innen ist wichtig, da sich Fragen nach Heimat und Verwurzelung an diesem Ort aufdrängen. Die Hälfte der eingeladenen Künstler/innen kommen deshalb aus dem (Ober)Wallis, die anderen aus verschiedensten Regionen der Schweiz. So entsteht ein fruchtbarer Dialog zwischen «Hiesigen» und «Üsserschwizern». Eine Affinität zu ländlichen Regionen, ein Interesse für das Ortsspezifische und eine Vorliebe für eine künstlerische Praxis ausserhalb des institutionellen Rahmens verbindet sie alle.

Die nächste Ausstellung findet im Sommer 2019 statt.